Verein zur Förderung junger Menschen e.V.

Satzung

§ 1  Name, Sitz und Geschäftsjahr
Der Verein führt den Namen: Verein zur Förderung junger Menschen e.V.
Der Verein hat seinen Sitz in Überlingen am Bodensee und ist in das dortige Vereinsregister eingetragen.
Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2  Zweck
Der Verein bezweckt die Errichtung und Unterhaltung sowie die Trägerschaft  (ideelle, rechtliche und wirtschaftliche Verantwortung) pädagogischer und therapeutischer Einrichtungen, die in um¬fassender Weise Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Erziehungs- oder Entwicklungsschwierigkeiten fördern. Diese Einrichtungen arbeiten auf der Grundlage der anthroposophischen Menschenkunde Rudolf Steiners.
Zu diesen Einrichtungen zählen bisher
die Kaspar Hauser Schule, staatlich anerkannte Förderschule und staatlich anerkannte Schule für Erziehungshilfe nach der Pädagogik Rudolf Steiners
die Kaspar Hauser Jugendhilfe, Erziehungshilfeverbund mit sozialpädagogischen Angeboten, z.B. Tagesgruppe „Blumenhof“, „Rosehof“ und anderen Einrichtungen der Jugendhilfe.
Der Verein kann andere Einrichtungen oder Vorhaben fördern, soweit sie mit der Zielsetzung von § 2,1. in Einklang stehen.
Der Verein arbeitet im Geiste des Christentums ohne kon¬fessionelle und politische Bindungen.
Zweck des Vereins ist weiterhin die Sammlung von Mitteln für die Arbeit solcher Einrichtungen im In- und Ausland, die im Sinne dieser Satzung tätig sind.
Der Verein kann Mitglied bei anderen Vereinen und Institu¬tionen werden, soweit diese Mitgliedschaft der Erfüllung seiner o. g. Aufgaben dient.

§ 3  Gemeinnützigkeit
Der Verein hat ausschließlich und unmittelbar gemein¬nützige Zwecke. Er ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Ziele.
Alle Mittel dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden.
Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglied des Vereins keine Zuwendungen aus den Mit¬teln des Vereins. Sie haben bei ihrem Ausscheiden oder bei Auf¬lösung des Vereins kein Recht auf An¬teile am Vereinsvermögen. Geleistete Beiträge oder andere Zuwendungen können nicht zurückgefordert werden.
Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhält¬nismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
 

§ 4  Mitgliedschaft
Die Mitgliedschaft kann jede natürliche oder juristische Person erwerben, die die Arbeit des Vereins für berechtigt hält und die Ziele unterstützen möchte. Die Aufnahme als Mitglied erfolgt auf schriftlichen Antrag, über den der Vorstand entscheidet.
 
Die Mitgliedschaft können die Erziehungsberechtigten eines Schülers gemeinsam erwerben, bei Abstimmungen haben sie dann zusammen eine Stimme.
Die Mitarbeiter der Einrichtungen des Vereins sind in der Regel Mitglied des Vereins.
Es ist ein Mitgliederbuch zu führen, in das alle Mitglieder eingetragen werden. Ausgeschiedene Mitglieder sind entsprechend zu kennzeichnen.
Die Mitgliedschaft erlischt
durch Tod einer natürlichen oder Auflösung einer juristischen Person,
durch schriftliche Erklärung eines Mitglieds unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 6 Wochen zum Ende des Geschäftsjahres (Ausnahmen können vom Vorstand zugelassen werden),
durch Ausschluß aufgrund eines einstimmigen Beschlusses des Vorstandes. Der Beschluß ist dem Mit¬glied schriftlich mitzuteilen; widerspricht das Mitglied innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Mittei¬lung, so entscheidet die nächste Mitgliederversammlung. Während des gesamten Ausschlußverfahrens ruhen die Mitgliederrechte und -pflichten.

§ 5  Rechte und Pflichten der Mitglieder
Jedes Mitglied hat das Recht zur Teilnahme an der Mitgliederversammlung.
Nur Kinder, deren Erziehungsberechtigte Mitglied sind, können in die Einrichtungen des Vereins aufgenommen werden. Ausnahmen können vom Vorstand zugelassen werden. Die einzelnen Einrichtungen regeln die Aufnahme durch jeweils eigene Verfahren (vgl. z.B. Schulordnung, Verträge etc.). Durch die Mitgliedschaft entsteht jedoch kein Rechtsanspruch auf Aufnahme.
Die Mitglieder bezahlen einen monatlichen Vereinsbeitrag, dessen Höhe von der Mitgliederversammlung festgelegt wird.
Von Mitgliedern, deren Kinder in eine Einrichtung des Vereins aufgenommen werden, wird eine einmalige Aufnahmegebühr erhoben, deren Höhe die Mitgliederversammlung festlegt.
Darüber hinaus sind alle Mitglieder zu Spenden aufgerufen.
Für die Aufwendungen, die durch die besonderen pädagogischen Leistungen der Einrichtungen entstehen, wird von den Erziehungsberechtigten Kostenersatz erhoben. Die Höhe dieser Beiträge wird für die einzelnen Einrichtungen vom Vorstand nach Beratung mit den Führungsgremien der Einrichtungen festgelegt.  
 
§ 6  Organe des Vereins
Die Organe des Vereins sind
die Mitgliederversammlung
der Vorstand

§ 7  Mitgliederversammlung
Die ordentliche Mitgliederversammlung findet jedes Jahr für das vergangene Geschäftsjahr statt. Sie wird vom Vorstand mit einer Frist von drei Wochen durch einfachen Brief an die Mitglieder unter Nennung der Tages¬ordnungspunkte einberufen und inhaltlich vorbereitet.
Weitere Tagesordnungspunkte werden  auf Antrag eines Mitglieds in die Tagesordnung aufgenommen, wenn sie dem Vorstand schriftlich und mindestens 14 Tage vor der Versammlung vorliegen. Die Veränderung der Tagesordnung ist den Mitgliedern spätestens 8 Tage vor der Versammlung schriftlich mitzuteilen.
Außerordentliche Mitgliederversammlungen finden innerhalb von 2 Monaten statt, wenn dies vom Vorstand oder von mindestens 1/5 aller Mitglieder beantragt wird.
Die Mitgliederversammlung wird durch ein Mitglied des Vorstandes geleitet mit Ausnahme von Punkten, die den Vorstand betreffen. Sie ist beschlußfähig, wenn sie satzungsgemäß einberufen wurde. Vertretung und Stimmenübertragung ist ausgeschlossen.
Aufgaben der Mitgliederversammlung sind insbesondere:
Entgegennahme der Berichte und Entlastung des Vorstands
Wahl und Abwahl des Vorstands
Festlegung der Höhe von Aufnahme- und Mitgliederbeiträgen
Beschlußfassung bei Änderung der Satzung oder der Auflösung des Vereins.
Die Mitgliederversammlung beschließt mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen der anwesenden Mitglieder. Satzungs¬änderungen und die Auflösung des Vereins bedürfen einer 3/4-Mehrheit. Beschlüsse können nur zu Tagesordnungspunkten gefaßt werden, die in der Einladung genannt wurden.
Bei den Mitgliederversammlungen  ist Proto¬koll zu führen. Dieses muß von einem Vorstandsmitglied und einem sonstigen bei der Versammlung anwesenden Mitglied unterzeichnet und innerhalb von 4 Wochen nach der Versammlung allen Mitgliedern zugesandt werden.

§ 8  Vorstand
Der Vorstand besteht aus mindestens vier Mitgliedern. Er ist möglichst paritätisch aus Elternschaft und Kollegium zusammengesetzt.
Die Mitglieder des Vorstandes werden für zwei Jahre durch die Mitgliederversammlung gewählt. Scheidet ein Vorstandsmitglied vorzeitig aus, so kann ein Nachfolger von den restlichen Vorstandsmitgliedern berufen werden. Dieser amtiert bis zur nächsten Mitgliederversammlung. Auf begründeten Antrag eines Mitgliedes kann die Mitgliederversammlung Vorstandsmitglieder abwählen.
Der Vorstand  führt die Geschäfte des Vereins. Er gibt sich seine Geschäftsordnung. Der Vorstand tritt mindestens einmal monatlich zusammen. Er ist beschlußfähig, wenn 2/3 seiner Mitglieder anwesend sind. Er faßt seine Beschlüsse mit Einstimmigkeit. Über die Beschlüsse ist ein Protokoll zu führen.
Sollte bei einem Beschluß Einstimmigkeit nicht erreicht werden, wird innerhalb einer Woche eine neue Vorstandssitzung zu diesem Thema einberufen. Zu dieser Sitzung können weitere Menschen als Berater hinzugezogen werden. Für die Entscheidung des strittigen Beschlusses reicht dann die 3/4-Mehr¬heit.
Dem Vorstand obliegt die Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung und die Verwaltung des Vereinsver¬mögens.
Die Vorstandsmitglieder sind untereinander gleichberechtigt. Im Rechtsverkehr wird der Verein durch zwei Vorstandsmit¬glieder gemeinsam vertreten.
Der Vorstand kann Aufgaben an Dritte übertragen, z.B. an Fachleute oder spezielle Arbeits¬kreise. Die Delegierung entbindet ihn nicht von seiner Verantwortung.
Einstellung und Entlassung von Mitarbeitern: Die Führungsgremien der einzelnen Einrichtungen beantragen Stellen und schlagen entsprechende Bewerber vor, die nur mit Zustimmung des Vorstands eingestellt werden können. Die Arbeitsverträge sind vom Geschäftsführer und einem Vorstandsmitglied zu unterschreiben. Der Geschäftsführer wird nach Zustimmung aller Gremien vom Vorstand eingestellt.
Sollen  Mitarbeiter entlassen werden, ist dies von dem betr. Führungsgremium und vom Vorstand zu beraten; beide haben Antrags- und Vetorecht. Stimmen beide zu, veranlaßt der Vorstand die Auflösung des Arbeitsvertrages.
Niemand kann gegen das Votum des betr. Führungsgremiums oder des Vorstands eingestellt oder entlassen werden.
Der Vorstand berät mit den Führungsgremien der Einrichtungen den Haushaltsplan, beschließt ihn, stellt ihn der Mitgliederversammlung vor und wacht über dessen Einhaltung. Das Nähere regelt die Geschäftsordnung des Vorstands.
Die Führung der laufenden Geschäfte wird einem hauptamtlich angestellten Geschäftsführer übertragen, dessen Geschäftsbereich und Anstellungsbedingungen nach Beratung mit den Führungsgremien festzulegen sind. Der Geschäftsführer kann nicht Mitglied des Vorstands sein, aber an dessen Sitzungen beratend teilnehmen.

§ 9  Rechnungslegung und Prüfung
Der Verein führt Bücher und lässt den Jahresabschluss bis spätestens zum 30.4. des Folgejahres durch einen Angehörigen des steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufsstandes erstel¬len oder prüfen. Die Beauftragung erfolgt auf Vorstandsbeschluss durch den Geschäftsführer.
Der Prüfer erstellt einen schriftlichen Bericht. Dieser liegt 14 Tage vor der Mitgliederversammlung zur Einsichtnahme für die Mitglieder aus. Dies wird in der Einladung zur Mitgliederversammlung mitgeteilt. Über das Ergebnis der Prüfung wird in der Mitglieder¬versammlung berichtet, bevor über die Entlastung des Vorstands abgestimmt wird.

§ 10  Auflösung
Die Auflösung des Vereins kann nur mit 3/4-Mehrheit aller anwesenden Mitglieder auf einer besonders dazu einberufenen Mitglieder¬versammlung beschlossen werden. Die Mitglieder sind unverzüglich über den Beschluß schriftlich zu informieren. Jedes Mitglied hat die Möglichkeit, innerhalb von 14 Tagen nach Bekanntgabe eines solchen Beschlusses das Inkrafttreten zu verhindern, indem es schriftlich widerspricht und mit 1/5 der Mitglieder die Einberufung einer neuen Versammlung verlangt; die dann getroffenen Entscheidungen sind nicht mehr anfechtbar.
Bei der Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines Zweckes (§ 2) fällt das Vereinsvermögen an die Gemeinnützige Treuhandstelle am Bodensee e. V., die es ausschließlich für gemeinnützige Zwecke auf dem Gebiet der Heilpädagogik zu verwenden hat. Falls dies nicht möglich ist, fällt das Vermögen an eine dem Satzungszweck (§ 2,1.) entsprechende gemeinnützige Einrichtung. Die Zustimmung des zuständigen Finanzamtes ist vorher einzuholen.

§ 11  Schlussbestimmung und Inkrafttreten
Diese Satzung ersetzt die bisherige vom Januar 1992 im Sinne einer Satzungsänderung und wurde von der hier¬für einberufenen ordentlichen Mitgliederversammlung am 20. Juli 1998 beschlossen. Sie wird mit dem Ver¬sammlungsprotokoll allen Mitgliedern zugesandt und tritt damit in Kraft.
Der Vorstand wird ermächtigt, Änderungen, die vom Registergericht oder von der Ver¬wal¬tungs¬be¬hör¬de aus formellen Gründen verlangt werden, selbständig vorzunehmen. Hierüber ist den Mitgliedern umgehend Mitteilung zu machen.
Mit Eintrag vom 4. Februar 1999 hat das Vereinsregister beim Amtsgericht Überlingen diese Äderungen angenommen und bestätigt.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser Satzung ungültig sein, sind sie durch sinnentsprechende gültige zu ersetzen; alle anderen bleiben davon unberührt.